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Fahrplanauskunft auf Zuruf - “mobil.NRW Alexa Pilot Sprachassistenz-Systeme“


Die Zweigstelle des Kompetenzcenters Digitalisierung NRW (KCD), ansässig bei der Westfälischen Verkehrsgesellschaft (WVG) in Münster, arbeitet gemeinsam mit dem KCD und der Zentralen Koordinierungsstelle (ansässig beim VRR in Gelsenkirchen) und dem externen Dienstleister PROJEKTIONISTEN GmbH aus Hannover an einem Pilotprojekt “mobil.NRW Alexa Pilot Sprachassistenz-Systeme“ für Fahrplanauskünfte in NRW.

Die Zweigstelle des Kompetenzcenters Digitalisierung NRW (KCD), ansässig bei der Westfälischen Verkehrsgesellschaft (WVG) in Münster, arbeitet gemeinsam mit dem KCD und der Zentralen Koordinierungsstelle (ansässig beim VRR in Gelsenkirchen) und dem externen Dienstleister PROJEKTIONISTEN GmbH aus Hannover an einem Pilotprojekt “mobil.NRW Alexa Pilot Sprachassistenz-Systeme“ für Fahrplanauskünfte in NRW.

Ob an der Haltestelle, auf dem Reiseweg oder in der Schule: Verbindungsauskünfte und Störungsmeldungen sollen als Rückmeldung auf einen einfachen Sprachbefehl in wenigen Augenblicken im besten Fall ortsunabhängig abgerufen werden können. Mithilfe eines Sprachassistenten soll die Abfrage von Verbindungen in Zukunft für alle Fahrgäste über einen weiteren digitalen Kanal vereinfacht werden – und das NRW-weit und idealerweise direkt abrufbar über mobile Endgeräte.

Egal ob es sich um eine Abfrage für eine Bus-, Zug-, Stadtbahn- oder U-Bahnverbindung handelt: Der Nutzer soll durch einen vollautomatisierten und flexiblen Dialog die gewünschten Informationen schnell und unkompliziert erhalten. Die notwendigen Daten werden über die vorgeschaltete Technik schließlich von der elektronischen Fahrplanauskunft abgefragt und vom System auf der Tonspur wieder ausgegeben. Der Sprachassistent kann bei Fahrplananfragen auch Informationen zur Barrierefreiheit abbilden und mehrere Favoriten für die Heimatstadt oder verschiedene Haltestellen speichern.
 

Das Pilotprojekt „mobil.NRW Alexa Pilot Sprachassistenz-Systeme“ befindet sich derzeit inmitten der Testphase. Zusammen mit dem IT-Dienstleister werden verschiedene Dialogflüsse getestet und optimiert. Zum einen werden logische Abfolgen und Ansagen geprüft. Zum anderen stellt sich das KCD der Herausforderung der Integration von mehr als 57.000 Haltestellennamen, insbesondere hinsichtlich der Erkennung und Ausgabe dieser im Rahmen einer Verbindungsabfrage. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Sprachassistenzsystem auch regionale Besonderheiten bei Aussprache und Betonung erkennen muss und diese als Synonyme im System hinterlegt sind.

Digitale Assistenten können das Leben der Menschen enorm erleichtern. Die Suche über Spracheingaben wird immer beliebter. 2019 hat jeder fünfte Deutsche mindestens einmal in der Woche eine Suchanfrage mittels Voice-Search getätigt (internetworld.de 2020). Die Spracherkennung der Geräte verbessert sich rasant. So konnten der Voice-Search-Studie 2020 folgend plattformübergreifend nur noch 6,3 % der Suchanfragen nicht beantwortet werden. Vor einem Jahr waren es noch 35 % unbeantwortete Spracheingaben (Semrush 2020).

Das Pilotprojekt ist ein Teilprojekt der nordrhein-westfälischen ÖPNV Digitalisierungsoffensive NRW und wird vom Ministerium für Verkehr des Landes NRW sowie mit Projektmitteln des Kompetenzcenters Digitalisierung NRW gefördert. Alle Verbundräume eines Bundeslandes in einem Sprachassistenz-System zu vereinen ist bisher in Deutschland einzigartig. Das System ist so unabhängig konzipiert, dass es voraussichtlich über digitale Assistenten wie auch Mobilitäts-Apps und auch zukünftig von allen Verkehrsunternehmen in NRW auf verschiedenen Plattformen adaptiert und eingesetzt werden kann.
 

Unser Tipp

Weitere Informationen zum Pilotprojekt „mobil.NRW Alexa Pilot Sprachassistenz-Systeme finden Sie hier